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jidd.Literatur heute

Michael Felsenbaum: Haynttsaytike yidishe literatur – untergang oder a natirlekher ibergang tsu an elitarn niwo?

Vortrag am 24. November 2019

Yidishe akademishe bildung in Israel (shprakh-kursn + literatur), Ejrope (yidishe grupes bay di germanistik-fakultetn, yidishe seminarn), di Amerikes (yidisher bikher tsenter, universitetn) un Oystralie (Melburn).

Yidisher teater in Israel (yidishshpil), Ejrope (Rock-Theater Dresden) un Amerike (folksbine).

Yidishe farlagn. Iberblik fun der peryodisher prese. Literarishe oysgabes un zeyere yidishe un nit-yidishe autorn in Israel (natsyonale instants far yidisher kultur, Jidishland, Antologye (Arbeter Ring).

Haynttsaytike zinglider af yidish in Israel (Felsenbaum, Lejzerzon), Amerike (Daniel Kahn) un Ejrope (Karsten Trojke).

 

Prof. Dr. Armin Eidherr: Verschlungene Pfade. Josef Burgs Leben & Werk mit besonderer Berücksichtigung der Bukowinischen und Czernowitzer Motive

Seminar und Vortrag am 28. April 2019

1.) Seminar mit ausgewählten Texten auf Jiddisch.

In diesem Seminar werden ausgewählte Texte auf Jiddisch und auf Deutsch (mit beigegebenen Übersetzungen) gelesen, die typische Aspekte des Schaffens Josef Burgs beinhalten:

Motive aus seiner Kindheit in den Bukowinischen Vorkarpaten, Czernowitzer Szenen und Figuren, historische und andere jüdische Kontexte.

Außerdem werden die stilistischen und inhaltlichen Besonderheiten seines Schreibens und ihre Zeitabhängigkeit analytisch untersucht.

2.) Öffentlicher Vortrag zweisprachig, Textübersetzungen werden projiziert.

Der Vortrag gibt einen Einblick in das Leben des weit über Sprach- und Landesgrenzen berühmten jiddischen Schriftstellers.

Besondere Beachtung sollen dabei u.a. die prägenden Kindheitsjahre in Wishnitz am Fluss Czeremosz, die nationalsozialistische und sowjetische Zeit und die Verbundenheit mit Czernowitz finden – besonders wie all dies in seinem Werk, das in Ausschnitten auch im Original vorgestellt wird, zum Ausdruck kommt.

Was macht die Eigenart, das Besondere seiner Erzählkunst aus? – Diese Frage soll hinsichtlich der besonderen Sprache Burgs, seiner Motivik und der historischen und ideologischen Einflüsse zu beantworten versucht werden.

Prof. Dr. Armin Eidherr ist Germanist und Jiddist an der Paris-Lodron-Universität in Salzburg und des Weiteren Übersetzer.

 

Janina Wurbs über Beyle Schaechter-Gottesman als Sängerin, Dichterin und Zeichnerin

Seminar am 13. Januar 2019

Beyle Schaechter-Gottesman (1920 Wien - 2013 Bronx, New York,), jiddischsprachige Dichterin, Sängerin, Liedermacherin, Malerin und Pädagogin, wuchs in den 1920er und 1930er Jahren in Czernowitz auf. Sie nahm 1932 am Begräbnis Eliezer Shteynbargs Teil, eines bedeutenden Pädagogen und Fabeldichters der jiddischsprachigen Welt in Czernowitz, und hörte Herts Grosbard‚ einen der größten jiddischen Rezitatoren.

Nach einem Vortrag zur Einstimmung (auf Jiddisch) werden wir uns im Seminar gemeinsam Gedichte und Lieder dieser wichtigen jiddischsprachigen Dichterpersönlichkeit des 20. und 21. Jahrhunderts zu Gemüte führen und gern auch zusammen singen.

Janina Wurbs schrieb ihre Magisterarbeit über Beyle Schaechter-Gottesman und den Jiddischismus in ihrer Familie („Generationenübergreifender Jiddischismus: Skizzen kultureller Biographien der Familie Beyle Schaechter-Gottesman“). Sie hat für ein jiddischsprachiges Radio gearbeitet („Naye khvalyes“), in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften auf Jiddisch veröffentlicht („Forverts“, „Vayter“, „Afn Shvel“, „Di Tsukunft“, „Yugntruf“, „Dos bletele“). Derzeit ist sie Doktorandin und unterrichtet Jiddisch (u.a. beim „Yiddish Summer Weimar“).

 

Ernst Harald Dähnhardt liest aus dem 2012 im be.bra Verlag erschienen Novellenband: „Ein Denkmal für Itzik Rachmiels“ 

Lesung am 3. November 2013 im JÜDISCHEN KULTURHAUS

Yechiel Shraybman wurde 1913 als ältestes von 10 Kindern im Shtetl Vad Raschkew am Dnjestr im damals zum zaristischen Russland gehörenden Bessarabien geboren, das ab 1918 rumänisch wurde. Nach Cheder und Grundschule kam er noch als Kind in eine Lehre als Uhrmacher, arbeitete kurze Zeit als Dorflehrer für jüdische Kinder und besuchte von 1930 – 1932 das jüdische Lehrerseminar in dem damals zu Rumänien gehörenden Czernowitz. Dort schloss er sich der revolutionären kommunistischen Untergrundbewegung an, wurde verhaftet, des Seminars verwiesen und wich nach seiner Freilassung nach Bukarest aus. 1936 veröffentlichte er erstmals eine Novelle und eine literarische Miniatur in dem in New York erscheinenden Literaturjournal „Signal“ und 1939 Erzählungen und Essays in Bukarest. Von seiner Bukarester Zeit handelt sein Roman „Zibn yor mit zibn khadoshim“, der ebenfalls in deutscher Übersetzung von Ernst Harald Dähnhardt 2009 bei be.bra erschienen ist.

Nachdem Bessarabien 1940 an die Sowjetunion fiel, zog Shraybman mit seiner Familie nach Kischinew, wo er Mitglied des Schriftstellerverbandes der Sowjetunion wurde. Vor den im selben Jahr einmarschierenden Deutschen floh er nach Usbekistan und kehrte erst 1946 zurück.

Während des Krieges setzte die Sowjetunion die zuvor zunehmende Verfolgung jüdischen Lebens aus, nahm sie aber bald danach wieder auf. In der Zeit erneuter Unterdrückung wurde Shraybman aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen und verstummte. Erst nach Stalins Tod veröffentlichte er wieder in der neuen jiddischsprachigen Literaturzeitschrift „Sovetish heymland“.

Er starb 2005. Zu seinem Nachlass gehört eine umfangreiche Sammlung „Literarischer Miniaturen“, wie er selbst sie nannte. Dieser Schatz muss für deutsche Leser neben einigen Romanen und Erzählungen noch gehoben werden.

Ernst Harald Dähnhardt legt mit dem Band „Ein Denkmal für Itzik Rachmiels“ sein zweites Übersetzungswerk mit Texten von Shraybman vor. Einige Textpassagen werden auch im jiddischen Original gelesen.

für weitere Information: http://www.yivoencyclopedia.org/article.aspx/Shraybman_Yekhiel

 

 

Michael Felsenbaum „Fun der poylisher libe-genize” 

Seminar/Workshop am 14. Februar 2010

Michoel Felsenbaum wurde 1951 in Vasilkov/Ukraine geboren und wuchs in der bessarabischen Stadt Floreshti auf. Er studierte Theaterregie, Theater- und Kunstgeschichte in Leningrad und arbeitete zwischen 1969 und 1973 als Direktor des Nationaltheaters Belz. Mitte der 80er Jahre begann er in der jiddischen Literaturzeitschrift Sovetish Heymland zu publizieren. 1988 gründete er das Jüdische Theater Belz, für das er eine Reihe jiddischsprachiger Stücke schrieb.

Nach seiner Auswanderung nach Israel publizierte er diverse jiddische Lyrik- und Prosabände und war Mitbegründer des Literaturalmanachs Naye vegn. Ferner erschienen seine Werke in Di goldene keyt und Toplpunkt (beide Israel), Di pen (Oxford), Afn shvel und Yidishe kultur (New York). Sein Roman Shabesdike shvebelekh ist eines der wenigen postmodernen Werke in jiddischer Sprache. Zur Zeit arbeitet Michoel Felsenbaum als Lektor für Jiddisch an der Universität Trier.

Zum Inhalt des Seminars, das sozusagen noch ein Echo unserer wunderbaren Polenreise im letzten Jahr ist, sagt Michoel Felsenbaum:
Di ershte teyl - lider, geshribene beys der rayze un glaykh nokh der rayze. Di tsveyte teyl - der vint fun jam un berg - di zinglider, geshribene beys der rayze un nokh der rayze. Michael vet oyslernen mitn oylem un zingen a tsvey-dray naye lider.

Die Veranstaltung wird begleitet von der Ausstellung der Photos von Ingrid Dijkstra, die sie während der Reise nach Polen gemacht hat.

 

Die Traumrose

Prosaanthologie des Hamburger Übersetzerkreises

Buchpräsentation am 9. Oktober 2005

 

Sholem Berger (New York): Die Zukunft der jiddischen Dichtung. Widersprüche und Paradoxien der Exilpoesie

Vortrag am 30. Juni 2004

 

Die singende Sonne

Prosaanthologie des Hamburger Übersetzerkreises, herausgegeben von Dorothea Greve und Wilfried Kühn

Buchpräsentation in Anwesenheit des Autors Alexander Lisen am 28. Juni 2002

 

Aron Barenboym (Ukraine) spricht einige seiner Gedichte für uns auf Tonband

Besuch in Wismar am 28. April 2002

 

Luftblumen: Lev Berinski liest Gedichte seines gleichnamigen Poems / Ausstellung der Illustrationen von Irene Frenkel zu diesem Gedichtzyklus

Lesung und Ausstellung am 25. Juni 2000

 

Daniel Galay (Tel-Aviv) über die Künstlergruppe Hemshekh dor

Vortrag und Lesung am 22. November 1996